Vorurteile gegenüber Bier... und ihre Richtigstellung
Bier macht Kopfweh...?
Zu Kopfschmerzen kann es eigentlich nur kommen, wenn das Bier nicht lange genug gelagert wurde, um die bei jeder alkoholischen Gärung automatisch entstehenden Gärungsnebenprodukte soweit wie möglich zu verringern.
Daher lagern die Biere der Privatbrauerei MORITZ FIEGE auch zwischen 5 und 6 Wochen, und machen dabei den aufwändigen, und in unserer schnelllebigen Zeit schon unüblichen, zweiten Nachgärungsprozess durch. Alle Gärungsnebenprodukte werden nahezu vollständig abgebaut.
Ist der Bierbauch gar kein Bierbauch?

Betrachtet man einmal nüchtern den Kaloriengehalt von Bier, Wein und Sekt, so wird deutlich, dass Bier am wenigsten Kalorien enthält. Diese Nachricht mag so manchen überraschen, denn in vielen Köpfen hat sich die Angst vor dem sogenannten Bierbauch festgesetzt, obwohl Wein und Sekt eindeutig nahrhafter sind. Bier hat nach Wasser und Tee sogar die wenigsten Kalorien. Wird der vielzitierte Bierbauch vielleicht gar nicht durch den Biergenuss an sich genährt?
Wissenschaftler und auch Genießer wissen es schon lange: Alkohol macht Appetit. Nicht umsonst wird vor dem Essen ein alkoholhaltiger Aperitif gereicht. Er führt dazu, dass uns sprichwörtlich "das Wasser im Munde" zusammenläuft und die Bildung der Verdauungssäfte angeregt wird. So können die verzehrten Gaumenfreuden besser verdaut werden. Gleichzeitig verlockt der Appetitmacher aber auch manchen dazu, etwas mehr als gewohnt zu essen. Und eine erhöhte Nahrungszufuhr kann dann natürlich zu einem "Bauch" führen.
Der "Bier"-Bauch ist also eine Legende. Zwischenzeitlich wurde in wissenschaftlichen Studien sogar belegt, dass das Körpergewicht durch mäßigen Biergenuss vermindert werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man nicht mehr als gewöhnlich isst. Darüber hinaus wurden auch günstige Wirkungen auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel, die Blutgerinnung und die Blutdruckregulation festgestellt. So nehmen zum Beispiel die arteriosklerose-fördernden Cholesterinanteile (LDL) im Blut ab, während die schützend wirkenden Cholesterinanteile (HDL) zunehmen. Diese Veränderungen sind bei den Menschen, die Sport treiben und sich gesund ernähren, besonders günstig ausgeprägt.
Das Zauberwort im Umgang mit allen Genuss- und Nahrungsmitteln lautet "maßvoll". Schon Paracelsus wusste vor ca. 500 Jahren: Allein die Menge macht's, ob etwas zum Schaden oder Nutzen gereicht. Wer dies beim Essen und Trinken beherzigt, kann etwas für seine Gesundheit tun, braucht dabei auf keinen Genuss zu verzichten und trotzdem keine Angst um seine schlanke Linie haben.
Bier ist nichts für feines Essen?
Häufig wird bei den umgangssprachlich "feinen Essen" oder bei Empfängen vorrangig oder gar ausschließlich Wein angeboten. Und dann... bestellt jemand ein kühles Bier. Schon ist der Damm gebrochen und weitere Gäste bekommen Appetit auf einen charaktervollen Gerstensaft. Damit sind sie in bester Gesellschaft: Schließlich empfehlen immer mehr "feine Restaurants" ihren Gästen das passende Bier zum Essen. Übrigens können Sie Zuhause ebenfalls das geschmacklich am besten zu Ihrem selbstgekochten Essen passende Bier servieren: problemlos, mit den Tipps unseres Biersommeliers.
Sportler sollten kein Bier trinken?
Alkoholfreies, isotonisches Bier ist für Sportler sogar empfehlenswert: Die gesunden Stoffe gehen sofort ins Blut und gleichen die durch die körperliche Anstrengung verlorenen Nährstoffe direkt wieder aus. Für Sportler, die auf ihr Gewicht achten, ist alkoholfreies Bier ebenfalls von Vorteil, denn es hat weniger Kalorien als zuckerhaltige, isotonische Sportgetränke.
Bier weist ein besonders gutes Verhältnis zwischen Kohlenhydraten und Kalorien auf, ist fett- und cholesterinfrei, enthält jedoch trotzdem reichlich Mineralstoffe.
Nährstoffarmes Bier?
Mitnichten! Bier enthält Nährstoffe, Vitamine und Mineralien. So kann Bier in Maßen genossen einen Teil zur gesunden Ernährung beitragen. Wichtig ist vor allem: Genießen Sie es!
Mögen Frauen kein Bier?
Zwei Drittel der deutschen Frauen über 18 Jahren lieben Bier. Sogar, wenn Frauen kein Bier trinken, hält die Mehrheit von Ihnen das deutsche Bier aufgrund seines Reinheitsgebotes für ein natürliches und unverfälschtes Getränk.
Bier auf Wein, das lass' sein?
Falsch. Auf die Menge kommt es an. Egal in welcher Reihenfolge: Alkohol im Übermaß ist schädlich. Die Wissenschaft definiert moderaten Biergenuss so: höchstens ein Liter pro Tag für Männer, Frauen sollten nur einen halben Liter trinken, unter anderem, weil sie Alkohol langsamer abbauen.
Bier ist schädlich?
Moderater Biergenuss (Mediziner empfehlen Männern, maximal einen Liter pro Tag zu trinken, Frauen sollten nicht mehr als einen halben Liter pro Tag trinken) kann unter anderem die Knochen stärken. Denn Bier enthält Silizium, das den Knochenaufbau fördert und so Osteoporose vorbeugt. Bier ist außerdem das natürlichste Lebensmittel, mit dem das Mineral in hoher Konzentration aufgenommen werden kann.
Amerikanische Wissenschaftler haben in Studien herausgefunden, dass Menschen, die in jüngeren Jahren regelmäßig Bier trinken, besser hören. Der Hauptgrund ist, dass Alkohol die Durchblutung im gesamten Körper fördert und somit auch das Gehör länger jung hält.
Hier noch einmal der ausdrückliche Hinweis: Bei übermäßigem Alkoholkonsum können sich die genannten positiven gesundheitlichen Auswirkungen ins Gegenteil umkehren. Achten Sie daher unbedingt auf maßvollen Biergenuss! Alkoholkranke, Schwangere oder Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren müssen komplett auf Alkoholkonsum verzichten.


