Blaue Schärpen - glitzernde Krönchen
Über 70 Vereine aus dem Ruhrgebiet feiern gemeinsam am Gründerstammtisch der Privatbrauerei Moritz Fiege
Bochum, 24. Februar 2010. Weiße Jacken, grüne Jacken. Rote Hemden, schwarze Hemden, blaue Schärpen. Mittendrin ein weiterer Farbtupfer: ein weißes Königskleid. Und auf den Köpfen Schirmmützen, Narrenkappen und glitzernde Krönchen. Beim traditionsreichen Gründerstammtisch der Privatbrauerei Moritz Fiege am Dienstag, 23. Februar, feierten über 70 Vereine aus dem Ruhrgebiet. Ob Karnevalisten, Schützen oder Knappen: Einmal im Jahr treffen sich die Clubs in der Brauerei, um neue Kontakte zu knüpfen oder alte aufzufrischen. „Die Privatbrauerei Moritz Fiege engagiert sich in der und für die Öffentlichkeit - und die Traditionsvereine tun dies auch. Dafür wollen wir uns bei ihnen bedanken“, begrüßte Geschäftsführer Jürgen Fiege mehr als 200 Gäste.
Wohlfühlen über Stadtgrenzen hinaus
Dabei präsentierten sich nicht nur die Schützenvereine mit ihren Königspaaren im vollen Ornat, sondern auch die Karnevalisten. Obwohl doch an Aschermittwoch eigentlich alles schon lange vorbei ist - oder? „Die Session ist zwar beendet. Aber so eng sehen wir das nicht“, lachte Hans-Georg Wickel, Präsident der Karnevalsgesellschaft Roten Funken in Recklinghausen. Der 1955 gegründete Karnevalsverein saß zum zweiten Male am größten Stammtisch des Ruhrgebiets, um „ganz kräftig zu feiern“. Dies wollten auch über 70 weitere Vereine aus Bochum, Wattenscheid, Herne, Witten, Sprockhövel, Dortmund und Castrop-Rauxel, um so den Zusammenhalt der Region zu bekräftigen. Thomas Urbach, Geschäftsführer des Schützenvereins Sprockhövel-Herzkamp, sprach für alle: „Hier gibt es keine Stadtgrenzen. Hier kennt man sich, hier fühlen wir uns wohl.“ Und Robert Möller, Geschäftsführer im BSV 1564 Obercastrop, bereits zum fünften Male Gast bei Fiege, ergänzte: „Wir kommen immer wieder gerne, denn die Brauerei setzt sich für das Vereinsleben und dadurch auch für den Zusammenhalt in der Region ein.“
Dank für ehrenamtliches Engagement
Mitte der 1990er Jahre initiierte die Privatbrauerei Moritz Fiege den Gründerstammtisch. Er soll auch ein Ansporn sein, die Vereinsarbeit weiter zu pflegen. „Mit der Veranstaltung bedanken wir uns bei den Ehrenamtlichen, die regelmäßig ihre Zeit, Energie und Kreativität nutzen, um die Ruhrgebiets-Vereine zu fördern“, sagt Geschäftsführer Hugo Fiege. „Als Unternehmen mit einer über 130-jährigen Geschichte wissen wir, wie wichtig es ist, Brauchtum und Tradition wertzuschätzen.“ Mit fast 50 Gruppierungen stellten die Bochumer Traditionsvereine das Gros der Gästeschar in der Vollguthalle. Aus Wattenscheid mit dabei waren die Vereine BSV 1884 Wattenscheid-Höntrop, Alter Schützenverein 1788 Westenfeld, Kolping Spielschar Höntrop, Gänsereiter-Club von Höntrop 1598, Gänsereiterclub Sevinghausen 1598. Aus Herne/Wanne-Eickel kamen BSV Herne-Feldkamp 1952, BSV Holthausen 1857, BSB Holsterhausen 1900, SV St. Hubertus Sodingen-Börnig, BSV Alt-Herne 1908, Bürgeschützenbund Freischütz Eickel, 1. Herner Karnevalsgesellschaft Grün-Weiß-Rot. Aus Witten statteten die Vereine BSV Stockum-Düren, Bürger- und Sportschützen-Verein Herbede 1850, Knappenverein Hammertal, Ruhrtaler Schützenverein, Schützenkreis Witten, Eisenbahner Schützenverein 1938 und Sport-Schützen-Verein Borbach 1919 der Ruhrgebietsbrauerei einen Besuch ab. Aus Dortmund kamen Nördlicher Dortmunder Schützenbund 1879, BSV Aplerbeck 1826 und SV Aplerbeckermark 1873. Aus Castrop-Rauxel dabei war der BSV 1564 Obercastrop. Aus Recklinghausen reiste die Karnevalsgesellschaft „Rote Funken“ Recklinghausen 1955 an. Aus Sprockhövel kam der Schützenverein Sprockhövel Herzkamp.









